Ein Angebot der Evotec GmbH, Arnsberg

CNC-Teile fertigen lassen: Teilschritte und Gesamtdauer

Wer CNC-Teile fertigen lassen will, muss Wartezeit einplanen. Sie setzt sich aus Schritten zusammen, die man einzeln benennen kann. Am Anfang steht die Zeit von der Anfrage bis zur freigegebenen Bestellung: Unterlagen prüfen, Rückfragen klären, ein Angebot erstellen und annehmen. Danach muss das Material bereitstehen. Es folgt die Bearbeitung nach Ihrer Zeichnung, bei Bedarf eine Nachbehandlung wie Entgraten oder eine Oberfläche, dann die Prüfung, die Sie vereinbart haben, und zuletzt der Transport zu Ihrem Wareneingang.

Jeder dieser Schritte hat eine Dauer, und alle zusammen bilden die Gesamtdauer. Die Seite nennt keine Zahlen dafür, denn sie hängen von Teil, Menge, Material und Lieferant ab. Welche Dauern zu Ihrem Auftrag passen, entscheiden Sie anhand eines Angebots oder Ihrer eigenen Erfahrung mit ähnlichen Teilen. Der Rückwärts-Terminrechner rechnet mit den Zahlen, die Sie ihm geben.

  • Angebot und Freigabe: von der Anfrage bis zur Bestellung
  • Material: bis das Rohmaterial bereitsteht
  • Bearbeitung: nach Ihrer Zeichnung
  • Nachbehandlung: nur wenn sie vereinbart ist
  • Prüfung: im vereinbarten Umfang
  • Transport: bis zu Ihrem Wareneingang
Die sieben Schritte zwischen Freigabe und Wunschtermin Sieben Balken in der Reihenfolge Angebot und Freigabe, Material, Bearbeitung, Nachbehandlung, Prüfung, Transport und Puffer, jeder beginnt dort, wo der vorige endet. Am Ende steht der Wunschtermin, von dem die Rechnung rückwärts bis zum Freigabedatum läuft. Schema ohne Dauern. 1 Angebot und Freigabe 2 Material 3 Bearbeitung 4 Nachbehandlung 5 Prüfung 6 Transport 7 Puffer Wunschtermin Freigabedatum Rechnung rückwärts Breite der Balken: Schema, keine Dauer
Skizze: die sieben Schritte des Rechners in ihrer Reihenfolge, Schema ohne Dauern.

In der einfachsten Planung folgt ein Schritt auf den anderen. Das Material wird erst bestellt, wenn der Auftrag freigegeben ist, die Bearbeitung beginnt, wenn Material und Zeichnung vorliegen, die Prüfung folgt der Bearbeitung, der Transport der Prüfung. Die Gesamtdauer ist dann einfach die Summe der Einzeldauern, und genau so rechnet der Rechner.

In der Wirklichkeit überlappen manche Schritte. Rückfragen zur Zeichnung können laufen, während das Material schon unterwegs ist. Dann bestimmt nicht die Summe aller Schritte die Gesamtdauer, sondern der längste Weg durch die Kette: Was parallel läuft und früher fertig ist, verlängert nichts.

Parallele Schritte und längster Weg Drei Balken: Rückfragen zur Zeichnung und Material laufen gleichzeitig, danach folgt die Bearbeitung. Das Material ist der längere der beiden parallelen Schritte und bestimmt, wann die Bearbeitung beginnt. Schema ohne Dauern. Rückfragen zur Zeichnung Material Bearbeitung Ende der Kette Beginn Der längste Weg bestimmt die Gesamtdauer. Die kürzere Rückfrage läuft neben dem Material her.
Skizze: zwei Schritte laufen parallel, der längere bestimmt den Beginn des nächsten, Schema ohne Dauern.

Ein Rechenbeispiel mit frei gewählten Zahlen: Die Rückfragen zur Zeichnung brauchen 2 Arbeitstage, das Material 5 und die Bearbeitung 8. Nacheinander gerechnet ergibt das 15 Arbeitstage. Laufen Rückfragen und Material gleichzeitig, bestimmt das Material allein den Beginn der Bearbeitung, und die Gesamtdauer beträgt 5 plus 8, also 13 Arbeitstage. Dauern die Rückfragen dagegen 7 Arbeitstage, sind sie der längere Weg, und es sind 7 plus 8, also 15.

Wollen Sie parallele Schritte im Rechner abbilden, tragen Sie nur den längeren der beiden ein und für den kürzeren eine 0. Der Rechner kennt keine Netzpläne; er hilft Ihnen, die Kette sauber zu zählen, die Sie vorher selbst geordnet haben.

Woher Ihre Dauern kommen

Ein Rechner ist so gut wie seine Eingaben. Drei Quellen liegen nahe: ein vorhandenes Angebot, das die Dauer einzelner Schritte oder den voraussichtlichen Liefertermin nennt, Ihre Aufzeichnungen zu ähnlichen Bestellungen und die Auskunft Ihres Einkaufs oder der Beteiligten selbst. Fehlt alles davon, hilft es, die Dauern als Spanne zu denken und zweimal zu rechnen, einmal mit kurzen und einmal mit langen Annahmen.

Schreiben Sie mit, welche Zahl woher stammt. Wer später das Ergebnis erklären muss, spart sich so die Rückfrage, warum der Transport mit zwei und nicht mit drei Tagen angesetzt war.

  • Angebot: Dauer und voraussichtlicher Termin
  • eigene Aufzeichnungen zu ähnlichen Bestellungen
  • Auskunft der Beteiligten
  • zweimal rechnen: kurze und lange Annahmen

Puffer

Ein Puffer ist Zeit, die keinem Schritt gehört. Er steht im Rechner als siebte Zeile vor dem Wunschtermin und wird vom Freigabedatum abgezogen. Seinen Sinn erkennt man am Gegenteil: Ohne Puffer macht jede Verzögerung eines Schritts den Termin kaputt, weil nichts mehr da ist, was sie auffangen könnte.

Wie groß er sein soll, ist eine Planungsentscheidung und keine Norm. Manche Planer setzen eine feste Zahl Arbeitstage an, andere einen Anteil der Gesamtdauer. Beides ist vertretbar; wichtig ist, dass der Puffer als eigene Zeile sichtbar bleibt und nicht in den Dauern der anderen Schritte verschwindet. Dann lässt sich später erkennen, ob er aufgebraucht wurde.

Ein weiterer Grund für einen Puffer sind Dinge, die kein Kalender kennt: eine Rückfrage zur Zeichnung, ein Material, das später ankommt als angenommen, ein Transport mit Umweg. Planen Sie sie nicht einzeln, sondern fassen Sie sie zusammen. Und planen Sie den Puffer ans Ende der Kette, direkt vor den Wunschtermin: Dort fängt er auf, was sich davor aufgestaut hat.

Häufige Fragen

Weil einzelne Schritte länger dauern können als angenommen. Der Rechner führt den Puffer als eigene Zeile und zieht ihn vom Freigabedatum ab, sodass er vor dem Wunschtermin sichtbar bleibt, statt in den anderen Dauern zu verschwinden.

Verfasst von der Evotec GmbH, Arnsberg · Stand 03.10.2026

Wunschtermin steht? Dann fragen Sie mit Datum an.

Schicken Sie Zeichnung und Modell mit Ihrem Wunschtermin, gern samt Ergebnis des Rechners. Das Angebot nennt den voraussichtlichen Liefertermin.

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